Dienstags bei Morrie
von Mitch Albom

Morrie hilft uns zu verstehen, dass es nicht darum geht uns gut zu fühlen sondern gut im fühlen zu werden. Eine Geschichte über einen Mann im Sterben erkannt hat, worauf es (für ihn) wirklich ankommt.

Mitch Albom erfährt, dass sein ehemaliger Professor Morrie Schwartz an Amyotropher Lateralsklerose, kurz ALS, erkrankt ist. Einer tödlich verlaufenden Erkrankung, die das motorische Nervensystem zerstört. Er besucht den kranken Mann wiederholt und beginnt, die Termine mit einem Tonband aufzunehmen. Jeder der Termine ist einem konkreten Thema gewidmet und Mitch verarbeitet die Themen mit seinen eigenen Inhalten. Er selbst entwickelt sich stark während der Zeit. Seine Werte verändern sich und auch seine Haltungen.

Parallel zu den existentiell-philosophischen Themen widmet sich die Erzählung auch Morries Weg in das Sterben, seine Gefühle und der Beziehung zu seiner Familie aber auch seinen Erlebnissen und seinem Alltag. Morrie nutzt seine letzten Tage auch um andere Menschen zu stärken und zu unterstützen. Er sieht sich auch weiterhin als Lehrer. Morrie hält auch Kontakt zu einem Fernsehmoderator der ihn während seines Sterbeprozesses mehrmals besucht und filmt. Die Berichte sind auch auf Youtube zu finden. Sehr bewegende und emotionale Videos, die ich jedem empfehlen möchte.

Das Buch wurde übrigens auch 1999 verfilmt. Der Film reicht aber an die Eindrücklichkeit der Erzählung bei weitem nicht heran.

Fazit: Eine Lektüre, die mich sehr bewegte und mich anregt über den Sinn meines Lebens nachzudenken. Den Sinn, den ich meinem Leben selbst geben muss aber auch was es in meinem Leben schon gibt und worauf ich die Priorität setzen möchte.


240 Seiten, erschienen bei Goldmann Verlag unter
ISBN: 978-3442487226 10,- € 

Originaltitel: Tuesdays with Morrie Übersetzung: Angelika Bardeleben