Wenn man den Film mag und das Buch mal wieder deutlich besser ist!

Twilight
von Stephenie Meyer

Isabella Swan zieht in das verregnetste Städtchen der USA – und sie hasst Regen. Warum? Weil ihr Vater dort lebt und sie ihrer Mutter die Freiheit einer neuen Beziehung ermöglichen will. Bella ist ein nettes Mädchen, die aber ihre Vorbehalte vor anderen Menschen hat. Sie kommt auf ihrer neuen Schule an und begegnet dort den Kindern der Familie Cullen, darunter Edward, den jüngsten der Geschwister. Und von ihm geht eine Faszination aus, die Bella nicht ganz versteht, sich ihr aber auch nicht entziehen kann. Was an ihm ist anders? Er ist sehr schön, seine Augen wechseln die Farbe, seine Haut glitzert in der Sonne … und er ernährt sich von Blut.

Bella erfährt dass er ein Vampir ist und lernt seine Familie und deren Fähigkeiten kennen, gerät aber auch in verschiedene riskante Situationen.

Der Leser erlebt die Geschichte aus Bellas Sicht, hat Einblicke in ihre Gedanken und Gefühlswelt. So wird die Figur der Bella dem Leser als sehr familiäres, freundliches Wesen näher gebracht. In diesem Band findet kaum eine Charakterentwicklung bei ihr statt, es werden eher die primären Figuren eingeführt: Bella, Edward, Charlie, Jacob aber auch Edwards Familie. Einzelnen werden ganze Kapitel gewidmet. Die anderen Protagonisten werden aber lediglich durch Bellas „Filter“ vorgestellt, der Leser kann diese nicht selbst kennenlernen sondern bekommt nur Meinung, Sichtweise und Haltung einer anderen Figur.

Der Spannungsbogen ist eher flach gehalten, es gibt keine unvorhergesehen Wendungen oder Überraschungen.

Es zeigen sich bereits in diesem Band Foreshadowing-Anteile für die nächsten Bände. Es werden schon Charaktere vorgestellt wie die Volturi, Victoria und Laurent. Und Bella äußert bereits hier den Wunsch nach Verwandlung.

Fazit: Eine Vampir-Geschichte die nichts mit Nosferatu oder Dracula zu tun hat. Leider und zum Glück möchte man sagen. Sie verlieren irgendwie das Besondere in dem das Schaurige und Unklare genommen wurde. Die romanische Teenie-Story an sich ist natürlich ganz nett, Verliebtheit, Gefahr und Rettung usw. Trotzdem ist mir die Geschichte ein wenig zu flach und zu langatmig. Mir sind die Figuren aber deutlich sympathischer als im Film und ich werde trotzdem weiterlesen 😉


464 Seiten, erschienen bei Atom unter ISBN-10 1904233651   8,99€

deutscher Titel: Biss zum Morgengrauen Übersetzung: Karsten Kregel

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2 Kommentare

  1. Uff, ich hatte mir das damals gekauft, bevor es die Filme gab und weil mir das Cover so gut gefallen hatte. Nach 60 Seiten habe ich es dann meiner damals gerade 16-jährigen Cousine gegeben.
    Die Filme „musste“ ich mir dann ansehen, weil eine junge Kollegin meinte, ich dürfe erst wieder darüber schimpfen, wenn ich die Filme auch gesehen habe.
    Ich bin nun mal großer Fan der Vampire Chronicles von Anne Rice („Interview with the Vampire“). Da haben es andere Reihen schwer.
    LG, Tina

    • Liselotte

      Hallo Tina!
      Ich freu mich über deinen Kommentar! Kann ich total nachvollziehen! Viele Reihen setzen ja ganz unterschiedliche Schwerpunkte und stellen Dinge einfach verschieden dar. Dadurch ändert sich einfach die Stimmung. Und dann so komplett umzuswitchen bei so einem „ähnlichen“ Thema find ich auch komisch. Du kannst also die „Vampire Chronicles“ empfehlen? Wieviele Bücher sind das denn? Habe leider noch keines gelesen! Vielleicht hast du da ja einen Link für eine Rezension? Viele Grüße
      Deine Liselotte

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