Déjà-Vu? Ja, bei Michael Ende…

Und du kommst auch drin vor
von Alina Bronsky

Ein anziehendes Cover! Ganz verspiegelt mit kleinen bunten Karos. Die Promo dazu war eine Postkarte mit der Aufschrift Déjà-Vu.

Mir war zu Anfang nicht ganz klar, dass es sich um ein klares Jugendbuch handelt. Aber ja, die Bezeichnung trifft es genau. Die Geschichte handelt von einem Mädchen, die sich gerade mitten in der Pubertät befindet und mit verschiedenen Problemen einer Jugendlichen zu tun hat, die in der heutigen Zeit immer häufiger werden: Schule, Scheidung der Eltern, Jungs, unstete Freundschaften, Peer-Group.

Während einer Lesung erkennt sich in der Erzählung wieder, hat den Eindruck, es gehe um sie. Sie kauft sich das Buch und liest weiter und die Geschehnisse scheinen von der Geschichte vorhergesagt zu werden. Sie versucht dann Kontakt zur Autorin aufzunehmen, wird dabei von einer Freundin unterstützt. Im ersten Eindruck erinnerte mich die Erzählung an Michael Endes „die unendliche Geschichte“, da es auch hier um ein Kind geht, dass eine Geschichte liest in der es vorkommt.

Das Buch ist sehr kurz, die Figuren sind wenig ausgearbeitet und teilweise einfach nicht schlüssig. Das Ende ist sehr abrupt und liefert abschließend nochmal einen Zeitsprung. Hm naja…

Es hatte mich interessiert, da mich das Cover direkt angesprochen hatte. Auf der Buchmesse in Frankfurt ergatterte ich ein Leseexemplar. Hier einen Dank an dtv!

Fazit: Meiner Meinung nach inhaltlich ein Buch für Teenager zwischen 12-15, für diese Altersgruppe wäre aber eine längere Version gut möglich. Ich könnte es mir auch für den Unterricht vorstellen, z.B. für eine leichte Literaturanalyse. Hat mich aber nach anfänglicher Begeisterung über die Idee zunehmend weniger gefesselt. Schade! Gehört zur Kategorie „oder nicht“.


192 Seiten, erschienen bei dtv (gebundene Ausgabe erschien 09/17) unter ISBN-13: 978-3423761819 19,96 €

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5 Kommentare

  1. Ja, wie du den Inhalt beschreibst, kommt es der Machart von Michael Endes „Die unendliche Geschichte nah“.
    Jugendbücher lese ich nicht mehr, die Zeit ist lange her. Aber ich kann mir denken, dass es den Geschmack junger Leute trifft, wenn es im heutigen Zeitgeist geschrieben ist.

    Ich wünschte, ich wäre auch einmal auf einer Buchmesse! Es wäre für mich wie im Schlaraffenland der Bücher.
    Vielleicht bekomme ich es ja mal irgendwann hin.

    Liebe Grüße
    Gabi

    • liselotte

      Ich les sie eigentlich auch nicht. Wurd es aber halt vom Cover angezogen und war dann etwas enttäuscht. Aber bei so wenig Seiten kann man es ja zu Ende lesen.
      Also die Buchmesse ist unbedingt eine Reise wert. Komm doch mal rüber 🙂 vielleicht trifft man sich ja?

  2. Huhu,

    ersteinmal vielen Dank für deinen lieben Besuch auf meinem Blog 🙂

    Das Buch hatte ich, ich glaube es war auf der Buchmesse, auch schon in der Hand und fand das Cover echt cool. Wenn ich mich recht erinnere hat mich der Klappentext aber nicht so angesprochen. Scheinbar habe ich da aber auch nichts verpasst 🙂

    Liebe Grüße

    Sunny

    • liselotte

      hallo Sunny, schön dass du hier warst 🙂
      Also meiner Ansicht nach bist du von „was verpasst haben“ bei dem Buch weit entfernt. Aber vielleicht kannst du ja ein Buch empfehlen dessen Cover dich angesprochen und dessen Inhalt dich überzeugt hat.

      Viele liebe Grüße

  3. Hallo Lieselotte,
    Die Geschmäcker sind sehr verschieden. Mich spricht das Glitzer-Spiegel-Cover so gar nicht an 😀
    Es ist sehr Schade, ich hab über die Autorin sonst sehr viel gutes gehört und mir mehr erhofft, aber dies ist nicht die erste eher negative Rezension die ich lese.
    Dein Abschlussfazit kann ich allerdings nicht so gut nachvollziehen. Du würdest das Buch eher mit „oder nicht“ abstempeln, schlägst aber vor es in der Schule zu lesen? Da gibt es dann aber eindeutig bessere Lektüren, auch um die Schüler zum Lesen an sich zu animieren.

    Viele Liebe Grüße
    Chrissi

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