Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen
von Frank McCourt

Mittlerweile ein Klassiker der Literatur. Ich hatte tatsächlich zu Beginn der Lektüre nicht gewusst, dass es sich um ein autobiografisch aufgearbeitetes Werk handelt.

Die Stimmung des Buches ist sehr gedrückt, düster und traurig. Es passieren so viele schreckliche Geschehenisse und die wahrgenommene Lieblosigkeit der Eltern und das kühle Umfeld haben mich bedrückt.

Das Buch handelt von der mehr als schwierigen, ergreifenden, dramatischen Kindheit des kleinen Frank im Irland der 1930er Jahre. Die Familie wird von Schicksalsschlägen heimgesucht und Frank muss Verluste verarbeiten. Er steht zwischen seinen Eltern während er mit der Aufgabe des Heranwachsens und des Ausbildens einer Persönlichkeit und Identität beschäftigt ist.

Frank schreibt als Ich-Erzähler, der die Welt und seine Familie aus kindlicher Sicht beschreibt. Im Verlauf des Buches wird Frank immer erwachsener und scheint Zusammenhänge besser zu verstehen. Fank McCourt ist es sehr gut gelungen sich in sein frühkindliches Ich zurückzuversetzen und seine damaligen Erfahrungen entsprechend zu beschreiben.

Die Kapitel haben keine direkten Überschriften oder beschäftigen sich mit besonderen Abschnitten seines Lebens. Der Ich-Erzähler berichtet aber häufig über sein Alter und setzt sich mit den Erwartungen auseinander die er an sich selbst und an einen Jungen in diesem Alter hat.

Fazit: ich fand das Buch recht schwergängig und langatmig. Es bedurfte einer gewissen Anstrengung es zu Ende zu lesen und es fiel mir nicht leicht dran zu bleiben. Ich hatte tatsächlich während des Lesens häufiger den Gedanken „was lese ich als nächstes?“ und „ich muss das schnell fertig lesen damit ich was neues anfangen kann“. Im Nachgang hat mich das Buch und die Geschichte des kleinen Frank sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt.

Das Buch wurde auch verfilmt, auf die Umsetzung bin ich gespannt.


539 Seiten, erschienen bei btb unter ISBN-13: 978-3442723072    11,- €

Originaltitel: Angela’s Ashes     Übersetzung: Harry Rowohlt